2019
Walo Bertschinger AG
Lugano, Schweiz
Der Eisenbahntunnel auf dem Abschnitt Paradiso-Melide ist ein strategisches Element der Strecke zwischen Lugano und Melide in der Schweiz. Es handelt sich um ein zweigleisiges Bauwerk, das seit dem 19. Jahrhundert in Betrieb ist und einen aus geomorphologischer und infrastruktureller Sicht komplexen Abschnitt durchquert. Aus baulicher Sicht ist der Tunnel durch Stahlbetonwände im unteren Teil gekennzeichnet, während das Gewölbe und die Gewölbeleibung aus Naturstein bestehen.
In Anbetracht der Tatsache, dass die Bahnverkehr Da die Strecke kontinuierlich befahren wird, mussten die Wartungsarbeiten so geplant werden, dass der volle Betrieb der Züge gewährleistet ist und gleichzeitig die Sicherheit der Betreiber und Nutzer sichergestellt ist.
Die Intervention umfasste ein iSchrubben und umfassende Hydroskarifizierung des Tunnels bis zu einer Höhe von etwa 8 Meter von der Basis bis zur Gewölbeleibung. Um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten und gleichzeitig ein Gleis in Betrieb zu halten, wurde in der Mitte des Tunnels eine Barriere errichtet: Ein Gleis wurde vorübergehend gesperrt, während das andere in Betrieb blieb.
Die erste Maßnahme bestand darin, den oberen Teil des Tunnels mit Wasser abzuspülen, um Smog, Rückstände und lose Steinteile zu entfernen. Dazu wurde ein rotierendes Düsensystem aus drei schwenkbaren Scheiben, ein so genannter Buster, am Arm eines Baggers montiert. Dieses Werkzeug ermöglichte es wirksam entfernen das lockere Material und erreichte leicht das Ende des Tunnelgewölbes.
Im Anschluss an die Hydrospülung wurde ein robotergestützter Hydroabbruch der Stahlbetonwände des Tunnels durchgeführt. Dabei wurde eine Schichtdicke von 10 bis 15 cm auf einer Höhe von ca. 2,5 m abgetragen, einschließlich des darunter liegenden Bereichs, der sich ca. 50 cm unter dem Gleisniveau befindet. Nach Abschluss der Arbeiten wurde derselbe Vorgang auf der gegenüberliegenden Seite des Tunnels durchgeführt, so dass die Wartungsarbeiten ohne Beeinträchtigung des normalen Bahnbetriebs abgeschlossen werden konnten.
Das Endziel der Intervention war die Gesamtsanierung des Tunnels, Verbesserung ihrer Haltbarkeit, Sicherheit und Funktionalität für den Schienenverkehr.